Resumee zur momentanen Situation
Nach Jahrzehnten erfolgloser Klimakonferenzen, ohne die geringsten Zugeständnisse an das Weiterbestehen höheren Lebens, beobachten wir das größte Artensterben seit 65 Mio. Jahren. Schulterzuckend akzeptieren wir, dass ein zukunftsloses Wirtschaftssystem am Leben erhalten wird. Jetzt riskiert man zur "Rettung" einer einzigen Spezies eben dieses, da besteht massiver Erklärungsbedarf. Alles wird einer vermeintlichen Sicherheit geopfert, aber Sicherheit ist eine Illusion und das Gegenteil von Freiheit, Vertrauen und Liebe. Gefangen in kompletter Reformunfähigkeit, alles dem Diktat eines alternativlosen Wirtschaftswachstumswahnsinns unterordnend, vermag ein Virus alles zu verändern. Freiheitsrechte und Wirtschaft werden in einer Art weggewischt die sich vor vier Wochen Niemand hätte träumen lassen. Herbizide zu verbieten hat man bis jetzt nicht geschafft.

Für den Erhalt unserer unabdingbaren Lebensgrundlagen, wären solche tiefen Einschnitte gar nicht nötig gewesen. Einzig ein Ende der Förderung destruktiver Praktiken und ein gewähren lassen von Veränderung und Anpassung, was aber stets durch Politikversagen verhindert wurde.

Auch als Zivilgesellschaft müssen wir uns fragen, warum wir die systematische Zerstörung der Ökosphäre solange nahezu unwidersprochen hingenommen haben. Obwohl man sie überall und jederzeit sehen kann, bei dramatisch inszenierten Fernseh- und Zeitungsbildern dann aber wie auf Befehl plötzlich nervös werden? Ist es die nackte Angst? Die ist aber angesichts der Umweltzerstörung wesentlich rationaler. Jeder wusste, dass es so nicht weitergehen konnte und jetzt geht es so nicht weiter. Das ist erst einmal gut, es ist eine Riesen- vielleicht auch die letzte Chance. Haben wir wirklich 50 Jahre lang den Bauern, Wirten und Greisslersterben zugesehen um jetzt die Supermärkte, die es zu großen Teilen verursacht haben, als Helden zu feiern, das ist ein Euphemismus und zeugt von historischer Amnesie. Supermärkte produzieren nichts, sie verteilen nur, und selbst nach vier Wochen Quarantäne, klaffen noch große Angebotslücken bei Nudeln, Reis und Klopapier. Das im Land der Hämmer keine Masken und Schutzanzüge produziert werden, ist eine dramatische Auswirkung der Standortkonkurrenz, welche den fundamentalen Anlagen der Menschheit, die auf Kooperation ausgerichtet sind, diametral entgegengesetzt ist. Die Konzentrationsprozesse sind kein Naturgesetz, und auch nicht die steuerbefreite Abschöpfung der Produktivitätszuwächse. In unserer jetzigen Pyromanenkultur wirkt sich jede, im Grunde auch gute, Innovation als Brandbeschleuniger aus. Die ausartende Globalisierung und immer schneller getaktete Vernetzung begünstigt auch die Ausbreitung von Problemorganismen über die ganze Welt, wir Bauern wissen das schon lange, nur hat es bis jetzt sonst niemanden interessiert. Aus einer Vermeidungshaltung heraus werden Symptombehandlungen betrieben anstatt die Ursachen anzugehen, ein exemplarisches Beispiel: Anstatt Mobilitätszwänge zu verringern werden Umfahrungen gebaut.

Es gibt ja schon immer auf jedes Problem mehrere Perspektiven und so auch einige Alternativen. In unserer vernetzten Welt tendieren alle Staaten aber jetzt dazu, alles gleich zu machen. Aus Angst? An dieser Stelle alle Hochachtung an Schweden. In dieser Schockstrategie sind ein Versammlungsverbot und Ausgangsbeschränkungen durch. Was kommt als nächstes? Tracking? Bargeldabschaffung? Zwangsimpfung? Wäre die Evolution diesen Weg gegangen, es gäbe entweder Giraffen, Affen oder Elefanten, das sind nämlich drei verschiedene Antworten auf dieselbe Frage: Wie bekomme ich die Blätter der hohen Bäume? Die wunderbare stabile Vielfalt jedenfalls, hätte sich so nicht entwickeln können.

Auf diese Weise jedenfalls kann man nichts falsch machen, passiert nichts, haben die Politiker alles richtig gemacht. Passiert etwas, hat man ja dennoch getan was man konnte oder kann sich zumindest auf mangelnde Disziplin berufen. Dass in den öffentlich-rechtlichen Andersdenkende nicht zu Wort kommen, widerspricht der Meinungsfreiheit und dient der Sache überhaupt nicht. Ob wir an der Krankheit mehr leiden als unter den Maßnahmen darf bezweifelt werden, stimmt die Verhältnismäßigkeit? Aber trotzdem ist die jetzige Situation eine Chance auf eine enkeltaugliche Zukunft in Würde auf gesellschaftliche Teilhabe aller, politische Mitbestimmung, Generationengerechtigkeit und globale Gerechtigkeit. Auf Befreiung vom Überfluss und Konzentration aufs Wesentliche. Auf ein selbstbestimmtes Leben in Achtsamkeit und Verantwortung für sich selbst und alles . Darauf uns als Teil des Ganzen und des Lebens zu sehen der mit allem verbunden ist und sich auswirkt. Die Zeit ist reif alles neu zu organisieren, Wissen, Technik und Beispiele haben wir. Jetzt müssen wir es gemeinsam umsetzen. Was wir brauchen, ist Selbstermächtigung in allen Lebensbereichen, weil wir unser Schicksal nicht delegieren können und wollen. Alle Lebewesen haben eine Freude mit dem Shut-down. Der Himmel sieht so das erste Mal seit 40 Jahren aus. Wir sehen was wirklich wichtig ist fürs Leben. Das ist nicht 5G, Landepisten, Freihandelsverträge und noch mehr Straßen. Warten wir nicht mehr, sondern machen wir jetzt das Beste daraus. Fordern wir Kostenwahrheit und Verursacherprinzip ein. Die neue Zielsetzung der Wirtschaft muss das Leben sein. Agieren und Produzieren wir dezentral, weil wir schon gesehen haben wie zentralistische Systeme grandios gescheitert, und aktuell erleben wie fragil sie sind. Die naturgewollten Synergien zwischen Pflanzen und Tieren lassen sich optimal umsetzen und Kaskadennutzungen verwirklichen, das ist Stabilität. Wir haben es selbst in der Hand: Bio wäre billiger als konventionell, sanieren billiger als Neubau, reparieren billiger als Neukauf, bahnfahren billiger als fliegen. Wissen, Tradition, Handwerk, Vielfalt und sozialer Zusammenhalt würden erhalten und verbessert, die Wertschöpfung bleibt in der Region und alles kann gut werden.
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ORF - Streit um Gift im Weinbau vom 31.5.2016